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Autoren-Lesung & Gespräch: Jörg-Uwe Albig & Reinhard Olschanski

Datum: 17/05/2019    Zeit: 19:30-22:00


Tief im Spessart liegt die Burg Zornfried, dort versammeln sich Vordenker einer Neuen Rechten: ein Dichter, philosophierende Waldgänger, Filmemacher und eine Gruppe kämpferischer junger Männer. Die Aussicht auf spektakuläre Reportagen lockt immer wieder Journalisten an, denen zwischen Schrumpfköpfen, Militariasammlungen, Kampfübungen, Tafelrunden und Predigten zum artreinen deutschen Wald, zunehmend die Grenzen zwischen teilnehmender Beobachtung und beobachtender Teilnahme verschwimmen.

Jörg-Uwe Albig, selber langjähriger Journalist, legt einen satirischen Roman über neurechte Bewegungen unserer Zeit vor und über die Medien, die das Treiben mit sensationsfreudigem Eifer begleiten. Dabei wird dann viel zu wenig ein „Wille zum Feind“ beachtet, den die populistischen Strömungen, links wie rechts, als  mobilisierenden Motor benutzen.

Der Philosoph  Reinhard Olschanski hat in seinen Büchern „Das Ressentiment“ und jüngst „Der Wille zum Feind“ fesselnde, genaue Analysen dieser gesellschaftlichen Strategie  und ihrer Träger geliefert.

Jörg-Uwe Albig, geboren 1960 in Bremen, studierte Kunst und Musik in Kassel, war Redakteur beim »Stern« und lebte zwei Jahre als Korrespondent einer deutschen Kunstzeitschrift in Paris. Seit 1993 arbeitet er als freier Autor in Berlin. Er schreibt u.a. für »GEO« und das »SZ Magazin«. 1999 wurde sein Romandebüt »Velo« veröffentlicht. Von ihm sind unter anderem folgende Romane erschienen: »Land voller Liebe« (2006), »Berlin Palace « (2010), »Ueberdog« (2013) und Zornfried“ (2019).

Reinhard Olschanski, geboren 1960, Philosoph und Publizist, war lange als wissenschaftlicher  Mitarbeiter im Bundestag und im Landtag NRW tätig. Derzeit arbeitet er im Staatsministerium Stuttgart. Er hat zahlreiche Publikationen veröffentlicht, zuletzt „Das Ressentiment“ (2016) und „Der Wille zum Feind“ (2018).

Im lockeren Dialog werden die Jahrgangsgenossen Albig und Olschanski anhand ihrer Texte aus literarischer und philosophischer Sicht debattieren, um Haltungen zu diesen hochaktuellen Fragen zu finden.  Eine Veranstaltung des Fördervereins der Stadtbibliothek Lust am Lesen e.V., in Kooperation mit der VHS Mönchengladbach und mit Unterstützung der Heinrich-Böll-Stiftung NRW. Informationen unter www.stadtbibliothek-mg.de.

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