Autor: Stefan

Der Adenauerplatz – Warten auf das IHEK

Der Adenauerplatz als grüne Oase im Zentrum des Gründerzeitviertels steckte jahrelang im Dornröschenschlaf. Gerne gesehen, nie wirklich genutzt. Seit einem Jahr rückt er in den Mittelpunkt. Dabei gibt es einen ganz klaren Fahrplan der Verwaltung, welcher auch in enger Absprache mit den anliegenden Institutionen und der Initiative Gründerzeitviertel besprochen wurde. Die mags als städtische Tochter hat letztes Jahr für ein offeneres und freundlicheres Erscheinungsbild gesorgt. Ebenfalls letztes Jahr im Mai gab es einen Workshop der Verwaltung, bei welchem der Adenauerplatz als einer von fünf Punkten aus dem Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzepts (IHEK) intensiver bearbeitet wurde. An diesem Prozess nahmen die Caritas, die Verwaltung, die Zentralbibliothek und die IGZV teil. Mit einem Landschaftsgärtner und einem Stadtplaner wurden erste Ideenskizzen erstellt, um den Bedarf festzustellen. Dieser wird nun mit den Möglichkeiten übereinandergelegt. Am zweiten Tag des Workshops konnten die Ideen besichtigt werden und weitere Anregungen von Bürgern gemacht werden. Im Vorfeld sind schon etliche Ideen durch das offene Beteiligungsverfahren eingeflossen. Aus diesem Grund verstehen wir nicht, dass nun, ohne Absprache mit den Beteiligten des Verfahrens, ein Antrag …

Bedenken zur Steinmetzstraße

Bedenken Neubaumaßnahme Steinmetzstraße Grundsätzlich ist die Initiative Gründerzeitviertel e.V. für eine Bebauung der Brachflächen an der Steinmetzstraße. Wir haben aber Bedenken, was den derzeitigen Plan betrifft. Diese setzen sich im Wesentlichen aus folgenden Punkten zusammen: Die Verkehrsführung durch das Gründerzeitviertel ist für uns keine Option, da das Viertel nicht noch mehr motorisierten Individualverkehr verträgt. Dies bezieht sich im Besonderen auf die Sittardstraße und die Straßen rund um den Schillerplatz. Ein höheres Verkehrsaufkommen ist mit dem im nächsten Jahr geplanten Umbau des Platzes und der damit einhergehenden Verkehrsberuhigung unvereinbar. Da die Sittardstraße im Kreuzungsbereich Steinmetzstraße schon heute ein Nadelöhr ist, sehen wir auch dort keine Möglichkeit für ein erhöhtes Verkehrsaufkommen, besonders hervorgerufen durch Besucher eines dort geplanten Nahversorgers. Ein Nahversorger im geplanten Neubau ist für uns ebenfalls überdenkenswert, da es im Umkreis bereits mehrere Nahversorger gibt und im geplanten Neubau für die Fläche des Haus Westland auch Nahversorger in derselben oder doppelten Größe geben soll. Dies führt uns zu einem weiteren wichtigen Punkt. Aus unserer Sicht werden im Moment beide Baugebiete (776 und 481) separat gesehen …

Late Night Shopping in MG-Eicken

Mode, Accessoires, Kunst, Spiele, Kulinarisches, Lesung u.v.m. Das Late Night Shopping in Eicken erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Zu einem bei den Besuchern, aber auch bei den ansässigen Geschäften und Ateliers in Eicken. Das besondere Merkmal ist die Einbeziehung von Kunst/ Kultur und außergewöhnlichen Produkten. So gibt es auch dieses Mal neben Mode, Accessoires, Spielen, z.B. unterschiedliche Kunstausstellungen und eine Lesung. Natürlich kommen auch die Gaumenfreuden nicht zu kurz. Zum ersten Mal ist der [kunstraumno.10], mit dabei, der sich zum Ziel gesetzt hat zeitgenössische Kunst, schwerpunktmäßig von regionalen Künstlern ein Forum für ihre Arbeiten zu geben. Pro Jahr werden fünf bis sechs Ausstellungen realisiert. Beim Late Night Shopping wird die koreanische Künstlerin Gisoo Kim ausstellen. Sie möchte eine neue Realität schaffen, indem sie einzelne Bildelemente von Hand ausschneidet und wieder miteinander vernäht und bestickt. Direkt daneben befindet sich das Atelier ArtUsch58 von Ursula Müller-Brackmann. „Kunst verbindet. Kunst entsteht dort, wo sie sich entfalten darf. Kunst schafft Kooperationen.“ In diesem Sinne stellen die Gemeinnützigen Werkstätten Neuss GmbH einen Ausschnitt aus den Werken ihrer Kunstgruppe „Kunst-Tracks“ im Atelier der Fotografin Ursula Müller-Brackmann …

Unser Einspruch gegen den Bebauungsplan 776/N Steinmetzstraße

Diesen Brief haben wir fristgerecht an die Stadtverwaltung geschickt: Sehr geehrte Damen und Herren, die Initiative Gründerzeitviertel e.V. mit ihren 250 Mitgliedern steht dem Bebauungsplan sehr kritisch gegenüber. Wir sehen an vielen Stellen einen anderen Bedarf als den im Bebauungsplan definierten. Die vier offenen Wohnblocks, denen ca. 2001 durch den 4-spurigen Ausbau der Steinmetzstraße eine Seite genommen wurde, verdienen es wieder geschlossen zu werden. Die Stadtverwaltung und die Politik haben an dieser Stelle eine besondere Verantwortung, denn es war eine der großen Bausünden unserer Stadt, ein historisches Wohnquartier für eine überdimensionierte Straße teilweise zu zerstören. Diese Wertung des Ausbaus der Steinmetzstraße wird heute von den meisten Experten bestätigt. Die Initiative Gründerzeitviertel vertritt die Meinung, dass an dieser Stelle eine qualitativ hochwertige Bebauung realisiert werden muss. Unter diesem Begriff verstehen wir nicht teure oder exklusive Wohnungen, sondern eine Anpassung an das bestehende, historisch gewachsene Quartier. Folgende Anforderungen sollten idealerweise erfüllt werden: Die gemischte soziale Struktur des Gründerzeitviertels soll durch die neue Bebauung gefördert werden Die neue Bebauung soll (mindestens teilweise) familienfreundlich sein Es soll kein zusätzlicher …

Eine Chance für unsere Stadt

Mit Mut und Vision das neue Entrée des Gründerzeitviertels und der Stadt schaffen! Ende August wurden im Bauausschuss der Stadt Pläne für eine Bebauung der drei Brachflächen an der Steinmetzstraße vorgestellt. Diese drei Flächen sind das Randgebiet des Gründerzeitviertels und daher der Eingang vom Bahnhof und der Steinmetzstraße ins Viertel. Der einzige gezeigte Entwurf kam von Schrammen Architekten. Er sieht eine drei- bis fünfgeschossige Bebauung der Grundstücke vor, wobei ein Anschluss an die Dreigeschossigkeit der bestehenden Architektur realisiert werden soll. Abgesehen von der Bauhöhe fehlte diesem Entwurf allerdings die Eingliederung in die bestehende Architektur. Angepasste Architektur Sicherlich erwartet niemand eine Wiederherstellung der an dieser Stelle abgerissenen Gründerzeitarchitektur, aber dennoch wäre gerade an einer solch prominenten und sichtbaren Stelle in der Stadt eine hochwertige und moderne „Interpretation“ oder Anlehnung an den Stil des Gründerzeitviertels wünschenswert. Hierzu gibt es viele gelungene Beispiele, unter anderem auch im Viertel. Über Geschmack lässt sich bekanntlich trefflich streiten, doch eine vierhundert Meter lange, eher eintönige und monotone Fassade an einer solchen Stelle – muss das sein? Es geht nicht nur um …