Alle Artikel in: Denkmal

Leserbrief an den Stadt Spiegel

Nachdem im Stadt Spiegel ein Artikel über die Farbgestaltung eines Denkmals im Viertel erschien, haben wir einen Leserbrief geschrieben. Leider ist dieser nicht in voller Länge abgedruckt worden und uns wichtige Passagen sind ganz verschwunden. Aus diesem Grund hier der komplette Wortlaut: Guten Tag an die Stadtspiegel-Redaktion, gerne möchte ich Ihnen an dieser Stelle im Namen der Initiative Gründerzeitviertel e.V. (IGZV) unsere Meinung zu Ihrem Artikel schreiben. Wir freuen uns natürlich darüber, wenn die alte Bausubstanz im Viertel gepflegt und erhalten wird. Insofern finden wir die Initiative der Eheleute Pauels auch klasse. Aber es gelten für denkmalgeschützte Häuser Regeln zu deren Erhalt, die sinnvoll und damit auch aus guten Gründen einzuhalten sind. Dazu gehört auch die Farbgebung einer Fassade. In der Regel stimmen die Besitzer Renovierungsmaßnahmen mit der Unteren Denkmalbehörde ab, um a. denkmalgerecht zu renovieren und b. weil es ggf. Zuschüsse oder steuerliche Vorteile für die Renovierung geben könnte. Die Mitarbeiter der Unteren Denkmalbehörde haben wir in vielen Projekten ausschließlich als fachkompetent, freundlich und sehr lösungsorientiert kennengelernt. Insofern können wir die von Ihnen geschilderte …

Zurück in alte Zeiten? … Abriss auf der Neuhofstr.

Jetzt ist sie weg, die alte Fabrik auf der Neuhofstraße, vormals Edler von F. Gewichen für ein Investitionsprojekt. MG+, wachsende Stadt: Ja! Keine Frage. Das braucht Gladbach, um den Aufschwung der Stadt auch mit entsprechendem Wohnraum zu begleiten. Aber: Attraktiv muss es sein…. Und wird das attraktiv? Die Neuhofstraße hatte eine fast geschlossene Altbau-Fassadenstruktur. Das Landgericht ist in Sichtweite, sicher eines der Vorzeige-Gebäude der Stadt. Und vor allem: Das Oskar Kühlen Quartier steht auf dem Nachbargrundstück. Hier haben Stefan Hamacher und die Schleiff Denkmalentwicklung ein Beispiel gegeben, wie man Historie mit modernen Ansprüchen verbinden kann. Und nebenan? – Mal salopp formuliert, hier wird einfach alles platt gemacht: Eine sehr schöne Fabrikfassade, stimmig im Gesamtbild. Und es werden wohl auch noch Gründerzeithäuser auf der Schwogenstraße fallen. Willkommen in MG1970! Altes weg und Neues hin! Die „Parade-Beispiele“ aus dieser vergangen geglaubten Zeit: Die östliche Seite der Bismarckstraße und die Viersener Straße. Mit einem 10.000 m² Grundstück kann man sich sicher etwas Besseres einfallen lassen. Eine Symbiose aus alt und neu. Aber dann wird es einen Ticken teurer …

Mehrparteienhaus an der Ferdinandstraße geplant

Die Villa soll überleben! Als wir vor wenigen Wochen erfuhren, dass auf der Ferdinandstraße eine alte Villa abgerissen und durch einen Mehrparteien-Neubau ersetzt werden soll, war der spontane Gedanke: „Ändert sich in Gladbach denn nie was?“ Also begaben wir uns auf die Recherche, was soll da hin? Was steht unter Denkmalschutz? Was kann ein erster Abriss für Folgen haben? Tatsächlich erfuhren wir, dass die Villa nicht unter Denkmalschutz steht, wohl aber der Rest der Häuserzeile. Also haben wir uns an den Fachbereich Bauordnung  und Denkmalschutz gewendet, um zu erfahren, warum aus der Sicht der Unteren Denkmalbehörde dieser Strassenzug nicht in seiner historischen Bebauung durchgängig schützenswert sei. Da der Leiter eine längere Zeit ausser Haus ist, konnten wir leider seit dem 20. Februar keine Antwort auf diese Frage bekommen. Und so spielt die Zeit für den Investor. Dennoch setzen wir uns weiter für den Erhalt dieses Strassenzuges und gegen den Neubau ein. Bis auf das vom Abriss bedrohte Gebäude stehen die restlichen stattlichen Häuser unter Denkmalschutz, z.T. mit der Begründung „Das Objekt ist im Zusammenhang der …