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Ein Experiment: Das Gründerzeitviertel wird aufgemöbelt – Feedback erwünscht

Was passiert, wenn aus Auto-Stellflächen schön gestaltete Orte werden, die zum Verweilen einladen?

Der Projekt-Designer und Konzeptkünstler Norbert Krause möchte diese Frage zusammen mit seinem Team in einem 3-wöchigen Experiment beantworten.

Das Gründerzeitviertel wird dafür im wahrsten Sinne aufgemöbelt. Auf der Goethestraße werden Parktaschen, auf denen normalerweise immer Autos herumstehen umfunktioniert und auf den Flächen jeweils schön-designte Sitzmöbel aufgebaut – ähnlich wie auf dem Foto zu sehen.

Werden sich Bewohner*innen über die Aktion ärgern, weil sie ihr Auto vielleicht nicht in unmittelbarer Nähe zur Wohnung parken können? Oder freuen sich die Menschen, darüber, dass Plätze zur Begegnung geschaffen werden und dadurch in einer Zeit der sozialen Distanz möglicherweise wahre Wohlfühl-Oasen im öffentlichen Raum entstehen?

Das Projekt erinnert ein wenig an die Aktionen auf den Flächen von PKW-Parkplätzen im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche 2020. Die Stadt Mönchengladbach hat für dieses Konzept vor kurzem den „European Mobility Week Award 2020“ durch die EU-Kommission verliehen bekommen.

Wir sind nun sehr gespannt auf die Ergebnisse des neusten Experiments. Alle Bewohner*innen des Gründerzeitviertels – besonders diejenigen von der Goethestraße und Umgebung sind aufgerufen, bei der Bürgerbeteiligung mitzumachen und ihr persönliches Feedback zu geben.

Immer dienstags lädt Nobert Krause während des Projekts zu einem Beteiligungsformat ein, welches pandemiebedingt online stattfinden wird.

An den anderen Wochentagen werden weitere interessante Programme angeboten – siehe unten.

Die Aktion startet am Samstag, 8. Mai. Der Aufbau der Möbel beginnt bereits am Mittwoch, 5. Mai. Details zum Projekt und den einzelnen Veranstaltungen werden kurzfristig in den Medien und auch über Plakate und Flyer im Viertel kommuniziert.

immer montags: Zukunft zeichnen (ab 19 Uhr) 
Gemeinsam mit dem Illustrator Max Meyer folgen wir dem Fluchtpunkt und zeichnen 
goeth’sche Impressionen aus der Zukunft.

immer dienstags: Flanieren und Phantasieren (ab 19 Uhr)
Ob digital oder vor Ort: Norbert Krause lädt die Anwohnerschaft mit seinen gewohnt 
anregenden Beteiligungsformaten zum Austausch über Sinn und Unsinn parkender 
Sitzgelegenheiten ein.

immer mittwochs: Postkartenpoesie (ab 19 Uhr)
Mit Wortakrobaten Marco Jonas Jahn tasten wir uns textlich an tatsächliche oder 
phantastische Zukünfte heran und bringen diese zu Papier.

immer donnerstags: Ran an die Radstelle
Das Fahrrad mausert sich zu einem der wichtigsten urbanen Verkehrsmittel.
Aber nur, wenn es nicht platt im Keller steht. Die Radstelle will helfen.

immer freitags: Parkplatzplauderei
Norbert Krause plaudert mit Mobilitäts- und Stadtgestaltungsexpert*innen über 
Herausforderungen und Chancen zwischen den Häusern.
Bildquelle: Livable Cities GmbH 

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