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Engagementpreis NRW 2018 – (Eine tolle) Geschichte mit Zukunft!

Am 04.12.2018 fand in Düsseldorf die Preisverleihung für den Engagementpreis 2018 des Landes NRW statt. Mit längerem Vorlauf führte uns das Projekt jetzt tatsächlich zu einer tollen Auszeichnung! Und es wird uns noch weiter beschäftigen!

Was wurde ausgezeichnet?

Mit dem Engagementpreis NRW will die Landesregierung in Kooperation mit der Nordrhein-Westfalen-Stiftung das freiwillige Engagement der Bürger würdigen. Der Wettbewerb stand in diesem Jahr unter dem Motto „Engagement schafft Begegnung – zusammen für lebendige Gemeinschaften auf dem Dorf und im Quartier“. Insgesamt wurden bei der Preisverleihung an drei Projekte Preise vergeben: ein Publikumspreis, ein Preis der Stiftung und der Jury-Preis.

Bereits im Sommer 2017 haben wir uns beworben, da wir dachten, dass das Motto bei uns ganz gut passt. Im Dezember 2017 bekamen wir dann die Nachricht, dass wir ausgewählt worden sind, einer der 12 Monatspreisträger (der Juni 2018) zu sein. Da wir auch erfahren haben, dass es 234 Bewerbungen gab, war das sicher schon ein großer Erfolg!

Was gab es für Projekte?

Im Laufe des Jahres 2018 lernten wir dann die anderen 11 Projekte und Initiativen kennen. Diese könnt Ihr auch einsehen unter: https://www.engagiert-in-nrw.de/engagementpreis-nrw. Waren wir anfangs der Meinung, dass wir eine gute Chance haben könnten, einen Preis zu gewinnen, ist diese Ansicht in Anbetracht der anderen Projekte doch ordentlich verändert worden. Warum? – Es gibt viele wahnsinnig coole Ideen und Initiativen in NRW, die – auch teilweise schon seit vielen Jahren – in ihren Orten, Ortsteilen oder Quartieren dafür sorgen, dass die Lebensqualität steigt und das Miteinander und damit die Gesellschaft gestärkt wird. Hut ab, zum Beispiel für:

  • Die Turboschnecken aus Lüdenscheid, die mit einem kleinen Sporttreff anfingen und heute in einem denkmalgeschützten ehemaligen Fabrikgebäude eine große Sportstätte und einen gesellschaftlichen Treffpunkt betreiben – nicht kommerziell selbstverständlich.
  • Den Frohngauer Dorftreff in der Eifel, der eine Alte Schule zu einem Tante Emma Laden mit Café und Treffpunkt umbaute und die Lebensqualität und den Zusammenhalt im Dorf nachhaltig gestärkt hat.
  • Die Initiative Naturschutz Siebengebirge, die alte Brachlandschaften in der Nähe von Königswinter wieder bewirtschaftet, Streuobstwiesen erschafft und bald wieder ihren eigenen Wein anbaut.
  • Die Engagierte Stadt Schwerte, auf dem Weg zur Bürgerkommune, mit Förderung des freiwilligen Engagements der Einwohner, Entwicklung und Vernetzung von Bürgerbeteiligung und damit Stärkung von Demokratie und Gesellschaft.
  • Und all die anderen Projekte, bestimmt nicht schlechter. – Und wir waren wirklich beeindruckt und haben uns sicher nicht als Favorit auf einen der Preise gesehen.

Wie lief die Preisverleihung?

Insofern sind am Dienstagabend Ute, Philipp, Stefan und ich als kleine Delegation mit olympischem Gedanken („Dabeisein ist Alles“) zur Preisverleihung nach Düsseldorf gefahren. – Nicht ganz olympisch, wir hatten ein wenig auf den Publikumspreis gehofft: dass wir im online-voting alleine durch unser großes Einzugsgebiet in der Stadt eine Chance hätten.

Dieser Publikumspreis wurde als erstes vergeben – an das Projekt des Bürgervereins aus Ickern/Castrop-Rauxel. Der Stiftungspreis ging danach an den Frohngauer Dorftreff.

Als aber  die Laudatio für den Jurypreis von Staatssekretärin Andrea Milz begann, wurden wir doch schnell hellhörig, da der Preisträger „aus einer Stadt kommt, bauliche Projekte angestoßen hat und mit vielen kleinen Ideen Treffpunkte und Begegnungen für Menschen organisiert, egal ob arm oder reich, Bahnhof oder Stadtpark, Musik oder Tanz…..“ Es raunte in unserer kleinen Truppe: „Ey, das sind wir!!!“

Und tatsächlich, der „Jury-Preis geht an die Initiative Gründerzeitviertel aus Mönchengladbach!“

Wir glauben, dass man uns selten so strahlend auf einer Bühne gesehen hat, teilweise auch sprachlos, aber sehr glücklich und völlig überrumpelt. Was nachher den Ausschlag für unser Engagement gegeben hat, wissen wir nicht. Wir haben sicher auch ein bisschen Glück gehabt. Aber das gehört dazu! Verdient hatten alle Preise!

Der Abend ist dann nett mit den anderen ProjekteilnehmerInnen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Staatskanzlei NRW und der Stiftung NRW (und später im Zorbas ;-)) zu Ende gegangen.

Und was kommt jetzt?

Es geht weiter: Alle drei Preisträger aus NRW sind nominiert für den Deutschen Engagementpreis 2019. Und nächstes Jahr bekommen wir Besuch im Viertel: Die „Ehrenamtstour“ der Staatskanzlei wird Station am Schillerplatz machen und die eine oder andere Initiative auch einmal vorbeischauen!

Und zum guten Schluss: Bei aller Freude und allem Feiern ist natürlich so ein Preis auch eine kleine Verpflichtung „weiter weiter weiter“ in unserem schönen Gründerzeitviertel zu machen. Zeigt uns doch der Preis, dass – auch in Gladbach nicht heimische Menschen – denken, dass wir alle hier im Viertel auf dem richtigen Weg sind!

Fotos: © land.nrw / Andrea Bowinkelmann

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