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Zwei Jahre EA71

Ein Plus an Kunst im Viertel

ea71
Foto: ©Bernhard Jansen 2014

Eine Stadt mit Schulden hat es nicht leicht. Kunst und Kultur in einer Stadt mit Schulden erst recht nicht. Das heißt aber nicht, dass man hier in einem Tal voller Tränen versinkt. Kunst und Kultur braucht nämlich nicht nur Geld, sondern ganz praktisch Ateliers und Räume für die Öffentlichkeit. Und Dank der Kooperation der Gemeinnützigen Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft GWSG und dem Kulturbüro Mönchengladbach gibt es in unserem Viertel seit nunmehr zwei Jahren das EA71 – das Eickener Atelierhaus und den Projektraum EA71 auf der Eickener Str. 71.

In diesem Gründerzeithaus mit Ladenlokal sind aus den ehemaligen Wohnungen bezahlbare Ateliers in einer kreativen Umgebung und aus dem Ladenlokal ein schöner Ausstellungsraum geworden. Hier finden wechselnde Ausstellungen statt – vorzugsweise von den Kunstschaffenden aus dem Haus oder von anderen professionellen Künstlerinnen und Künstlern aus dem c/o-Künstlerprogramm. Außerdem fanden hier in den letzten 2 Jahren auch die „en miniature“-Ausstellungen zu den jeweiligen offenen Atelierrundgängen „parc/ours“ statt, bei denen sich die Besucher an diesem zentralen Ort zu den teilnehmenden Ateliers und Ausstellungsorten informieren können.

Die zwei Jahre des EA71 sind wie im Fluge vergangen, und für das nächste Jahr sind weitere 15 Ausstellungen geplant. Vom 7. bis 21. Dezember aber beschließt die c/o-Künsterin Susanne Jacobs das Ausstellungsjahr 2014 im EA71. Unter dem Titel „Emotional Lines“ präsentiert sie hier zu den Themen „Dialog“ und „Kommunikation“ Steinskulpturen, Zeichnungen, Drucke, Stein- und Porzellanobjekte.

emotional-lines©Kulturbüro Mönchengladbach, Susanne Jacobs 2014

Die gelernte Steinbildhauerin und diplomierte Designerin lebt seit vielen Jahren in Mönchengladbach und arbeitet, wie man an ihren Werken sehen kann, mit verschiedenen Materialien in mehreren Gattungen. Die einzelnen Arbeiten lassen sich für sich genommen schon dem Thema „Dialog“ zuordnen. Hier werden ähnliche Elemente in eine Beziehung gesetzt, so dass sie nicht für sich alleine stehen, sondern als lebendige Verbindung erscheinen. Erweitert wird diese Kommunikation im Ausstellungsraum, in der alle Werke in Bezug zueinander präsentiert werden, wie verschiedene Gruppen in einer Gesellschaft, in einer globalen Welt. So unterschiedlich die einzelnen Werke und ihre Materialien auch sein mögen, sie stehen nicht alleine und fügen sich zu einem vielschichtigen Bild zusammen. Man kann sich bei der Betrachtung der Ausstellung in philosophischen Gedankengängen treiben lassen, muss es aber nicht. Man kann auch einfach die Dinge in Augenschein nehmen, Details entdecken und sich von der Atmosphäre im Raum gefangen nehmen lassen.

Vernissage: Sonntag, 07.12.2014 um 12 Uhr
Ausstellungsdauer: 07.12. bis 21.12.2014
Öffnungszeiten: samstags und sonntags von 12-16 Uhr

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